KURZER PROZESS!
Liebe Leserinnen und Leser,
jetzt wird aber die Keule ausgepackt. Und das in schönster Einmütigkeit! In geradezu schäbiger
Weise verdienen sich die Konzerne eine goldene Nase damit, den Benzin- und Dieselpreis erheblich
stärker nach oben zu treiben als es die Barrelpreise für Öl hergeben. Und nun soll das Bundeskar-
tellamt ran und/oder eine sog. Übergewinnsteuer her.
Tja, wenn das alles mal so stimmen würde! Die Wirklichkeit sieht etwas anders aus. Und sie gibt
Grund zum Grübeln.
Denn wie bekannt, nehmen rund 20 Prozent der weltweiten Öllieferungen den Weg durch die Stra-
ße von Hormus. Besser gesagt, sie nahmen, denn jetzt hat der Iran dieses Nadelöhr ja so gut wie
geschlossen.
Wenn aber 20 Prozent der „normalen“ Liefermenge ausfallen, warum steigt der Ölpreis dann nicht
ebenfalls um 20 Prozent? Und: Diesel kostete am letzten Tag vor dem Angriff auf den Iran im bun-
desweiten Durchschnitt 1,60 Euro pro Liter, heute aber 2,20 Euro. Das entspricht einer Teuerung
um 37,50 Prozent.
Der Barrelpreis der Sorte Brent hingegen stieg im gleichen Zeitraum von 72 auf 110 US-Dollar, also
um 52,77 Prozent. Die Mineralölkonzerne haben ihre Preise mithin deutlich geringer angehoben
als es die Preissteigerung des Rohöls hergegeben hätte. Das politische Gezeter entbehrt also
nicht nur jeder Grundlage, es kaschiert auch sehr geschickt, wie üppig auch und gerade der
Staat an den Preissteigerungen mitverdient.
Aber so oder so: Die Preisexplosion bei Öl und Gas wird zwangsläufig auf die Inflation durchschlagen, auch wenn Federal Reserve und EZB in dieser Woche alles vermieden, um Panik aufkommen zu lassen.
Hält der Krieg länger an, dann werden wir bis zur Sommersonnenwende ein oder auch zwei Leitzinsanhebungen gesehen haben. Höhere Inflation aber bedeutet geringere reale Kaufkraft, geringere Investitionen und steigende Zinsen. Eine Mischung, die dazu beitragen dürfte, dass Deutschlands Konjunkturmotor auch in diesem Jahr nicht ins Laufen kommen wird,
zumal die 500 Mrd. Euro „Sondervermögen“ laut zweier in dieser Woche veröff entlichten Studien
von der Bundesregierung um über 90 Prozent „zweckentfremdet“ wurden. Sicher:
Eine Umlaufrendite von knapp unter drei Prozent klingt immer noch recht moderat, aber gestern
markierte sie ein 15-Jahreshoch! Und für Hypotheken beispielsweise oder auch staatliche bzw. unternehmerische Schulden geht es bei der Finanzierung um wirklich jeden Tick nach oben oder unten.
DAX: Zurück zur Normalität Kreisten den Haussiers vor sechs Wochen noch die Dollarzeichen auf den Augäpfeln, dürfte spätestens nach dieser Woche Ernüchterung eingekehrt sein. Denn der DAX ist ohne Gegenwehr der Bullen signifikant unter seine wichtige waagerechte Unterstützung abgerutscht.
Wie hier bereits vor zwei Wochen skizziert, eröffnet das dem Index einen Abwärtsspielraum bis zur vom Herbsttief 2022 aus gestarteten Aufwärtstrendlinie. D. h.: Auch wenn es sich vielleicht nicht so anfühlen mag: Noch befinden wir uns in einem glasklaren Bullenmarkt!

Wall Street: Don‘t panic! Nichts Außergewöhnliches gibt es bis jetzt auch von der Wall Street zu vermelden. Die Aufwärtstrends aller wichtigen Aktienindizes sind zweifelsfrei intakt und beim Dow Jones (siehe Chart rechts) hat der Kurs zum Wochenschluss auf einer horizontalen Unterstützung
aufgesetzt. Und: Selbst wenn der DJIA bis auf 42.500 Zähler
nachgeben sollte, ist der Bullenritt auch hier noch ungebrochen. Erst unterhalb dieser Marke
startet ein wirklicher Paradigmenwechsel. Aber dafür müssten die Zinsen kräftig steigen.
Palantir: Make or break! Unmittelbar vor einer neuen Trendentscheidung steht nun die an der Nasdaq gehandelte Aktie des „Sicherheitssoftware“-Unternehmens Palantir des deutschen Milliardärs Peter Thiel die wohl richtiger das Prädikat „Überwachungssoftware verdient.
Unter 140 US-Dollar ergibt sich hier ein Abwärtssignal, oberhalb von 160 US-Dollar hingegen dürfte ein Angriff auf das bisherige Allzeithoch gestartet werden. Ich selbst mag Aktien dieses Genres so „gerne“ wie Rüstungs-Aktien!

Gold: Bald preiswerter
An Abwärtshinweisen hatte es im WochenCandlestickchart ja nicht gemangelt. Erst ein „Shooting Star“, dann ein „Bearish engulfing pattern“. Und nun geht‘s bergab. Landläufige Lesart ist, dass es die Perspektiven auf steigende Zinsen sind, die die ja renditelosen Edelmetalle unter Druck setzen. In Anbe-
tracht des Wertzuwachses von Gold und Silbesoll das wohl ein Witz sein. Aber:
Wie es aussieht, werden wir Minenaktien spätestens im Sommer wieder zu echten Schnäpp-
chenpreisen einsammeln können!
Lundin Gold: Megaphon Ein charttechnisches „Megaphon“ aka broadening top bekommt man nicht alle Tage zu Geicht. Nebenstehend sehen Sie eines. Und das bei unserer Lieblings-Goldminenaktie Lundin
Gold! Die Formation spiegelt einen erbitterten Kampf zwischen Bullen und Bären wider. Und entschei-
dend ist, in welche Richtung der Kurs aus ihr ausbricht. Noch ist hier nichts entschieden. Aber setzen
sich die Bären durch, werden wir diese exzellente Aktie schon bald wieder mit einer Gewinnper-
spektive von 50 Prozent kaufen können! Kurzer Prozess
Nach einer Abstinenz von fast einem Jahr habe ich den Abonnenten meines „Trüffel-Trader“
(www.trueffel-trader.de) am vergangenen Sonntag wieder einmal einen „Trüffel“ präsentiert. Und
zwar einen Put-Optionsschein auf die im DAX gelistete Immobilienaktie Vonovia, also eine
Position, die von fallenden Kursen dieser Aktie profitiert. Zu kaufen am Montagmorgen.
Den Chart der Aktie sehen Sie rechts. Unter gewaltigen Umsätzen brach ihr Kurs unter eine es-
sentielle waagerechte Unterstützung und sackte im Wochenvergleich um 8,94 Prozent ab, womit
sie im DAX die mit großem Abstand schwächste aller 40 im Index enthaltenen Aktien war. Die Folge:
Den Abonnenten meines Trüff el-Traders habe ich schon gestern Nachmittag eine Gewinnbenach-
richtigung zusenden können. Denn die in meinen AGB niedergeschriebene Gewinnschwelle von
25 Prozent innerhalb von sechs Monaten wurde hier innerhalb von nur fünf Handelstagen erreicht,
womit diese Empfehlung der mit Abstand schnellste aller meiner in den letzten Jahren versandten
Trüffel war. Am Montag zu 1,01 Euro gekauft, am Freitag bei 1,29 Euro die Gewinnbenachrichtigung
versendet….
Anekdotisch am Rande: Der Emittent des Optionsscheins, die Schweizer Bank Vontobel, stellte
zur Wochenmitte Kurse, die m. E. so ganz und gar nicht zum Absacken des Aktienkurses passen
wollten. Also habe ich einmal höflichst nachgefragt, wie man denn seine Preise stellt.
Die Antwort war nicht „von der Stange“, aber natürlich abwiegelnd. Immerhin aber sahen die Kurs-
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stellungen des Emittenten nach der Bearbeitung meiner Anfrage für mich deutlich fairer und nach-
vollziehbarer aus.
Wenn Sie gerne einmal mittrüffeln wollen: Hier geht‘s lang: www.trueff el-trader.de
Der nächste Trüff el wird ein Call sein. Und nicht so lange auf sich warten lassen wie sein jetziger
Vorgänger. … Testen kostet nichts!
Mit besten Grüßen und Wünschen!
Axel Retz
Jetzt 30 Tage kostenlos testen:
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