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Newsletter Börse · 07.11.2026, 17:07 Uhr

Doch: Zum Einstieg wird geklingelt!

Liebe Leserinnen und Leser,

In Bezug auf die US-Wahl konnte man in den vergangenen Tagen in mehrfacher Hinsicht denken: „Wer hätte das gedacht?“ Wer hätte gedacht, dass der Wahlsieg der Demokraten derart drastisch ausfallen würde? Die US-Demokraten selbst jedenfalls nicht. Dass sie die Mehrheit im Senat erreichen würden, indem Wähler in US-Bundesstaaten, die seit Jahrzehnten keinen demokratischen Senator gewählt hatten, genau das taten, konnten auch sie kaum glauben.

Und wer am Vorabend der Wahl mit der Hoffnung daherkam, man könnte vielleicht, wenn es gut läuft, 240 Sitze im Repräsentantenhaus erreichen (218 reichen für die Mehrheit, 214 hatten sie zuvor), wurde als unverbesserlicher Optimist angesehen. Zur Stunde sind es 253 Sitze … und 25 Wahlkreise haben noch kein Ergebnis, es werden also noch ein paar mehr.

Und wer hätte wirklich gedacht, dass Mr. Trump sich hinstellen würde und sagen, dass er das Wahlergebnis akzeptiert und mit den Demokraten zusammenarbeiten wolle? Ein derart friedliches Ende, ohne Krawalle, Hetztiraden und einen Ansturm auf die Gerichte hätte man wirklich nicht zu hoffen gewagt. Aber es kam so. Tief durchzuatmen ist da erlaubt.

Doch nachdem die drängenden Fragen nach dem Ergebnis der Wahl und der Reaktion des Weißen Hauses beantwortet sind, kommen umgehend neue auf: Was kann sich ab Januar, wenn die beiden Kongresskammern in ihrer neuen Zusammensetzung erstmals zusammenkommen werden, konkret an der US-Politik ändern?

Die Dominanz der Demokraten ist zwar groß genug, um in Senat und Repräsentantenhaus Gesetzesvorlagen durchzubringen und zugleich komfortabel genug, um einige eigene „Abweichler“ verkraften zu können, so dass die ganz radikalen Strömungen gedämpft werden. Zudem erlangen sie dadurch den Vorsitz in den einzelnen Ausschüssen, die so manches, was Mr. Trumps Regierung bislang unbehelligt durchziehen konnte, intensiv

unter die Lupe nehmen werden. Aber sie haben in keiner der beiden Kammern eine Zweidrittelmehrheit, die erforderlich wäre, um neue Gesetze, die durch den Kongress gehen, von Mr. Trump dann aber durch ein Veto blockiert werden, trotzdem zu verabschieden. Man wird also verhandeln müssen. Und das wird mit dieser Regierung nicht nur schwierig werden.

Es wird auch bedeuten, dass vieles, das dringend wieder in die richtigen Bahnen gebracht werden müsste, dann als lauwarmer Kompromiss endet und dadurch doch wieder nichts voranbringt. Das kann auch die beiden Bereiche, die die Anleger besonders umtreiben, betreffen: den Iran-Krieg und den Umgang mit KI.

Dass Donald Trump diese Zwischenwahlen verlieren würde, das pfiffen zuvor ja schon lange die Spatzen von den Dächern;  überraschend war allenfalls die Deutlichkeit seiner Abstrafung. Aber: Bei den Midterm-Elections hat die Oppositionspartei  historisch im Repräsentantenhaus in 18 von 20 Wahlen Sitze hinzugewonnen, während die Partei des amtierenden Präsidenten Sitze abgeben musste.

 

Zu früh gefreut. Erst die Einen, dann die Anderen


Kaum flackerten die ersten Auszählungen der Zwischenwahlen über die Bildschirme, da liefen sich die Akteure an den Finanzmärkten auch gleich einmal warm: Stärker werdende Demokraten könnten für ein baldiges Ende des Irankrieges stehen und damit für fallende Ölpreise, für die Öffnung der Straße von Hormuz, für eine sinkende Inflationsrate und mithin nachgebende Zinsen.

Das daraufhin am Mittwoch an der Wall Street gezündete Feuerwerk entpuppte sich bis zum Wochenschluss als Strohfeuer. Den Anlegern wurde bewusst, dass die Kräfteverschiebungen im Kongress erst Anfang Januar wirksam werden und dass der Präsident auch danach mit seinen Vetos und Executive Orders weitermachen kann, ohne dass die Blauen das unterbinden könnten.

„Hochmut kommt vor dem Fall“, besagt ein altes deutsches Sprichwort. Und der gestrige Freitag, heute in den Medien teilweise schon als „Crash“ bezeichnet, hatte es wirklich in sich. Aber gemach, gemach!

 

Nasdaq 100: Ziel erreicht


Vor zwei Wochen schrieb ich zum Nasdaq 100 hier an dieser Stelle (Zitat):

„Die auf Wochenbasis eingestellten markttechnischen Indikatoren sind momentan eindeutig bearish zu beurteilen, so dass ein Rückgang des Index bis auf rund 27.000 Punkte jetzt das „ideale“ Szenario wäre - ggf. zum Neueinstieg!“ (Zitat Ende)

 

Chart 1

 

Nachzulesen unter https://www.moneyversum.de/ unter dem Reiter BLOG.

Mit 26.989,99 Punkten hat der Nasdaq 100 mein „ideales“ Szenario zur gestrigen Schlussglocke erreicht.  Zeit zum Einstieg, werte Damen und Herren!


Rohöl: Entspannung. Endlich.


Eine Wochenbewegung von mehr als zwölf Prozent bei einem Rohstoff galt in den sog. guten alten Zeiten als ausgesprochen selten. Seit dem Angriff der USA und Israels auf den Iran sieht es anders aus: Solche Moves sind seit Ende Februar eher die Regel statt die Ausnahme.

Gut zwölf Prozent abwärts ging es also in dieser Woche mit dem Fasspreis der Sorte Brent. Und die Chancen stehen gut, dass es noch besser kommt. Warum?

 

Chart 2

 

Donald Trump selbst, zumindest aber seine Berater dürfte nach den Zwischenwahlen realisiert haben, was der Grund des desaströsen Abschneidens der Republikaner war. Die Wähler, erst mit dem Versprechen einer nicht mehr in Kriege ziehenden Army geködert, merken Tag für Tag, dass sie für diesen Krieg zur Kasse gebeten werden. Nicht nur zur Begleichung der irrwitzigen Kriegskosten, sondern auch bei den Lebensmittel- und vor allem bei den Spritpreisen.

Will sich das Weiße Haus nach dieser schallenden Ohrfeige keine weiteren einfangen, muss der Präsident Abstand nehmen von der angekündigten, neuen und massiven Angriffswelle auf den Iran, bei der er auch die „Mutter aller Bomben“ [eine perversere Bezeichnung gibt‘s nicht] zum Einsatz zu bringen erwog.

Charttechnisch gesehen, winkt dem Ölpreis unterhalb des 200 Tage-GD (im Wochenchart GD40) eine Abwärtsbewegung bis hinunter auf 72 US-Dollar/barrel. Ölexplorer-Unternehmen wird das nicht gut tun, bestimmten Chemie-Unternehmen aber umso mehr. Wo Sie jetzt verkaufen und wo Sie sofort kaufen sollten, das lesen Sie schon am Montag in meinem Kapitalschutz-Brief. https://www.kapitalschutz-brief.de

 

DAX: Widersprüchlich


Auch das hat absoluten Seltenheitscharakter: Im Vergleich zum Vorwochenschluss veränderte sich der Kurs des DAX um weniger als zwei Punkte,  nachdem er am Donnerstag intraday noch ein neues Allzeithoch markieren konnte. Und nicht nur er!

 

Chart 3

 

Deutschlands Regierung erinnert an die amerikanische. Geld für Kriege, Rüstung und Pharma, aber nicht mehr für das eigene Volk. Vielleicht wacht Berlin nach den Midterms einmal auf.

Ich bin mir völlig sicher, dass der Nasdaq 100 jetzt die besseren Chancen bietet.

 

Gold: Stufe 2 gezündet!


Vor vierzehn Tagen schrieb ich hier: (Zitat) „Von seinem Ende Januar markierten Jahreshoch bei 5.500 USD/oz. hat sich der Goldpreis um 26,8 Prozent ermäßigt - parallel zum Zinsanstieg an den Anleihemärkten.

Dass Sie sich hier auf eine Fortsetzung der Konsolidierung einstellen müssen, das hatte ich in den letzten Monaten hier im Newsletter unmissverständlich kommuniziert.

 

Chart 4

 

Jetzt aber nähert sich der Punkt zum Wiedereinstieg! Entweder für Anleger, die immer noch nicht über Gold- und/oder Silbermünzen verfügen oder aber für Marktteilnehmer, die statt physischen Metallbesitzes Edelmetall-Aktien bevorzugen. Was den Vorteil hat, dass man sie nicht im Garten vergraben oder in einem eingefrorenen Hähnchen verstecken muss.“  (Zitat Ende)

Auch das können Sie gerne hier nachlesen:

https://www.moneyversum.de/ unter dem Reiter BLOG.

 

Gold und Silber sind und bleiben Felsen im Sturm, wenn Regierungen dem Verschuldungswahn verfallen und ihn so weit ausreizen, bis die Zinslast auf bereits ausgegebene Staatsanleihen so hoch wird, dass sie erhebliche Teile des Haushalts auffrisst, ohne in irgendeiner Weise für Wachstum, Produktivität, Wohlstand und weitere Steuereinnahmen sorgen zu können.

Diesen Zustand hat (nicht nur) Deutschland längst erreicht. Aber vielleicht tun sich ja bald noch ein paar neue „Sondervermögen“ auf, für die jeder Finanzchef eines Unternehmens wegen Insolvenzverschleppung stante pede längst hinter Gitter gegangen wäre. Die Rechnung wird umso teurer werden. Für die Bürger.

 

Lundin Gold: Bewährter Liebling


Wie viele erfolgreiche Einstiegsempfehlungen für die Goldminenaktie Lundin Gold ich den Lesern des Kapitalschutz-Briefes https://www.kapitalschutz-brief.de in den vergangenen Jahren gegeben habe, das müsste ich nachschauen.

 

Chart 5

 

Was ich weiß: Keine von ihnen landete im Minus! Falls Sie hier einmal mit von der Partie sein wollen, testen Sie doch einfach diesen Börsenbrief einfach einmal kostenlos für 30 Tage. Da gibt es sehr bald einen ganzen Harem von Lieblingen.

Mit besten Grüßen und Wünschen!

 

Axel Retz

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